An OPEN LETTER to U.S. Secretary of State Kerry on Drones, Our Wars, the Munich Security Conference 2016

United States Secretary of State John F. Kerry U.S. Delegation to the 2016 Munich Security Conference

Hotel Bayerischer Hof
Promenadenplatz 2–6
80333 München
fax 089-2120-906

February 11, 2016

An OPEN LETTER on Drones, Our Wars, the Munich Security Conference 2016 

Mr. Secretary: 

We hope that your official welcome to Munich means you are visiting us in the interests of peace and disarma- ment. In recent months Munich has also welcomed and opened its doors and its hearts to thousands of ex- hausted and destitute refugees from the war torn and poverty stricken countries of Africa, the Middle East and beyond. These spent children, women and men of all ages are fleeing the effects of terrorism raging in their homelands. Sadly, without the U.S. military involvement, without the supply of U.S. personnel, weapons, logis- tics and espionage, these wars, this terror, might have never happened, surely would not have reached current levels. Many correctly state that the terror ssurrounding us is largely a result of the U.S. “War on Terror”. 

We of the Munich American Peace Committee, a group of US American citizens living in and around Munich, working since 1983 for peace and disarmament, want to remind you of the consequences of one aspect of our government’s international military policies: the heinous use of drones, including attack planning through sur- veillance vehicles, the death they deliver, the panic, the horror, the destruction they cause to the victims, as well as the psychological damage to their enablers (especially the desktop “pilots”), The militarists’ plans to spend billions of dollars expanding this program and increasing the lethality of this pernicious technology would drive an increasing number of even friends and allies to become militant “enemies”, if not fanatics, and exacerbate terrorism worldwide. 

The many bases in the United States around the world, from where drones are launched, controlled and ser- viced, are mostly known, including those at Ramstein and Stuttgart not far from Munich. Secret sites, like other critical aspects of the program are hidden from the public.. Top secret, are for example the number of people, militants and civilians, killed and maimed, as well as the extent of the physical destruction the drones reap. Concealed are the true costs of the drone program, run jointly especially by the CIA and the Defense Depart- ment, both with large, secret budgets funding their pieces of the program. The essential matters of legality and morality have not been adequately addressed in any official open forum. The authority arrogated to the Execu- tive Branch (currently, Obama and his Cabinet), namely to negate human rights and execute an individual or group without due process is illegal and a violation of international law. Such killing is murder, and remains morally reprehensible and unconscionable for the vast world majority opposed to taking a human life. 

The USA and President Obama can stop its program to expand the use of all drones, immediately prevent their deployment, withdraw them from foreign countries and close the foreign bases. Of course, American forces must halt their activities, especially in most African nations, in eastern Europe, across the Middle East and in parts of Asia and the Pacific Basin. War is terror and not a method for preventing terrorism. Clearly, the 15 year official “War on Terror” is not working. Thus, Mr. Secretary, please do all you can to end this fruitless, immoral and deadly blunder. Yes, you and we can do it! What better place to start a policy of peace and cooperation than here at the Munich Security Conference! 

Respectfully, 

Richard Forward
Munich American Peace Committee
Preysingstr.16
81667 Munich
info@munich-american-peace-committee.com


Some of supporting U.S. citizen organizations:

–Americans Against War (AAW), Paris, France, aawfrance@gmail.com 

–U.S. Citizens for Peace and Justice- Rome (USC4P&J), Itraly, Anna Farkas –CODE PINK, Elsa Rassbach, Berlin, Germany

–Cynthia McKinney, Atlanta, Georgia


An den Außenminister der USA, John F. Kerry

US Delegation  zur Münchner Sicherheitskonferenz 2016

Hotel Bayerischer Hof
Promenadenplatz 2-6
80333 München
Fax 089-2120-906


München, 11. Februar 2016         

OFFENER BRIEF über Drohnen, unsere Kriege, die Münchner Sicherheitskonferenz 2016

Herr Außenminister:

Wir hoffen, daß Ihr offizielles Willkommen in München bedeutet, daß Sie uns im Interesse des Friedens und der Abrüstung besuchen. In den letzten Monaten hat München auch Tausende von erschöpften und bettelarmen Flüchtlingen aus den von Krieg zerissenen und verarmten Ländern Afrikas, des Nahen Ostens, und darüber hinaus, willkommen geheißen und ihnen die Türen geöffnet. Diese erschöpften Kinder, Frauen und Männer jeder Altersgruppe fliehen vor den Auswirkungen des Terrorismus, der in ihren Heimatländern wütet. Leider hätten ohne die militärische Beteiligung der USA, ohne die Zurverfügungstellung von Personal, Waffen, Logistik und Spionagedienste durch unser Land, diese Kriege, dieser Terror, wahrscheinlich nie stattgefunden und hätten gewiß das gegenwärtige Niveau nicht erreicht. Viele Leute behaupten mit Recht, daß der Terror um uns herum zum großen Teil ein Ergebnis des „Kriegs gegen den Terror“ sei.

Wir vom Munich American Peace Committee, eine Gruppe von StaatsbürgerInnen der USA die in und um München herum leben, und sich seit 1983 für Frieden und Abrüstung einsetzen, möchten Sie an die Folgen eines Aspektes der internationalen Militärpolitik unserer Regierung erinnern, nämlich die abscheuliche Verwendung von Drohnen – einschließlich der Planung von Angriffen mithilfe von Überwachungsflugzeuge – den Tod den sie bringen, die Panik, den Schrecken und Zerstörung, die sie bei den Opfern verursachen, sowie die geistigen Schäden bei den Ausführenden (insbesondere die Schreibtisch-„Piloten“). Die Pläne der Militaristen, Milliarden von Dollar für die Ausdehnung dieses Programms und die Verstärkung der Tödlichkeit dieser bösartigen Technik auszugeben, würde eine immer größere Anzahl selbst der Freunde und Verbündete dazu treiben, militante „Feinde“, wenn nicht gar Fanatiker, zu werden, und das Ausmaß des Terrorismus weltweit ausdehnen.

Die vielen Stützpunkte in den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt, von wo aus Drohnen starten, oder gesteuert oder gewartet werden, sind größtenteils bekannt, wie diejenigen in Ramstein und Stuttgart, nicht weit von München entfernt. Geheime Anlagen, wie andere kritische Aspekte des Programms, werden der Öffentlichkeit vorenthalten. Höchster Geheimhaltung unterliegen z.B. die Anzahl von Menschen, Militanten und Zivilisten, die getötet oder verkrüppelt werden, sowie das Ausmaß der Zerstörung, welche die Drohnen verursachen. Versteckt werden auch die wahren Kosten des Drohnenprogramms, das u.a.vom CIA und Verteidigungsministerium gemeinsam geführt wird; diese haben beide große geheime Etats für ihre Anteile an dem Programm. Die wesentlichen Fragen der Gesetzmäßigkeit und Ethik sind in keinem amtlichen öffentlichen Forum ausreichend angesprochen worden. Die von der Exekutive (zur Zeit Obama und sein Kabin ett) angemaßte Machtbefugnis, Menschenrechte zu negieren und Einzelpersonen oder Gruppen ohne Gerichts verfahren hinzurichten, ist rechtswidrig und ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Ein derartiges Töten ist Mord, und bleibt für die überwältigende Mehrheit auf der Welt, die gegen das Töten von Menschen ist, moralisch verwerflich und gewissenlos.

Die USA und Präsident Obama können ihr Programm zur Ausdehnung der Verwendung aller Drohnen beenden, sofort ihren Einsatz verhindern, sie aus dem Ausland zurückziehen, und die Stützpunkte im Ausland schließen. Selbstverständlich müssen die US-amerikanischen Streitkräfte ihre Tätigkeiten beenden, besonders in den meisten afrikanischen Ländern, in Osteuropa, im gesamten Nahen Osten, und Teilen Asiens und des Pazifikraums. Krieg ist Terror, und keine Methode zur Verhinderung des Terrorismus. Offensichtlich funktioniert der fünfzehnjahrelange sogenannter „Krieg gegen den Terror“ nicht. Tun Sie bitte, Herr Außenminister, alles mögliche um diesen vergeblichen, unmoralischen, und tödlichen Mißgriff zu beenden. Ja, Sie und wir können es! Welcher geeigneter Ort gäbe es, mit einer Politik des Friedens und Zusammenarbeit zu beginnen, als hier bei der Münchner Sicherheitskonferenz?

Hochachtungsvoll,

Richard Forward
Munich American Peace Committee
Preysingstr.16
81667 München
Info@Munich-American-Peace-Committee.com


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